Ajax loader
Der französische Philosoph Jean-Paul Sartre und seine Lebensgefährtin, die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Simone de Beauvoir, stehen auf der Gangway eines...
of 1
Open Lightbox
Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre
Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre waren eines der mythischen und nonkonformistischen Paare des 20. Jahrhundert.
Sie trafen sich Ende der 1920er Jahre in den Amphitheatern der Sorbonne, wo Beide im Fach Philosophie habilitiert haben. Sartre wurde als Bester aus seinem Jahrgang (1929) ausgezeichnet und de Beauvoir als Zweite. De Beauvoir war einundzwanzig und Sartre vierundzwanzig Jahre alt, ihre Schicksale waren mehr als 50 Jahre lang miteinander verbunden.

Ohne Trauschein teilten die Schriftstellerin und der Philosoph ihr Leben, ihre Ideen und ihre Kämpfe, inspirierten sich gegenseitig und arbeiteten fruchtbar zusammen. Sie sind in die ganze Welt gereist, vor allem in kommunistische Länder, wo sie unter anderem Mao oder Fidel Castro trafen.

Simone de Beauvoir, war eine französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin.
Ihr Werk "Das andere Geschlecht" (Le deuxieme sexe 1949) gilt als ein Meilenstein der feministischen Literatur und machte sie zur bekanntesten Intellektuellen Frankreichs. Sie ist die Autorin von zahlreiche Romane, Erzählungen, Memoiren und Essays, und gilt als Vertreterin des Existenzialismus.

Jean-Paul Sartre gründete mit sein philosophisches Hauptwerk "Das Sein und das Nichts" (L’être et le néant, 1943), das theoretisches Fundament des Existentialismus.

Um seine Unabhängigkeit zu bewahren, lehnte Jean-Paul Sartre, am 22. Oktober 1964, den Literaturnobelpreis ab.
[...]Ein Schriftsteller, der politisch oder literarisch Stellung nimmt, sollte nur mit den Mitteln handeln, die die seinen sind – mit dem geschriebenen Wort. Alle Auszeichnungen, die er erhält, können seine Leser einem Druck aussetzen, den ich für unerwünscht halte. Es ist nicht dasselbe, ob ich „Jean-Paul Sartre“ oder „Jean-Paul Sartre, Nobelpreisträger“ unterzeichne.

Part of
FRANKREICH Länderporträt