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Rumänische Revolution von 1989 / Foto Dezember 1989
Rumänien / Rumänische Revolution 1989 / 16. – 25. Dezember 1989.

Ein Soldat, der sein Gewehr mit einer Blume verziert hat, schaut durch das Loch einer rumänischen...
Nicolae Ceau?escu und Elena Ceau?escu
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1989 Revolution in Rumänien - Sturz von Diktator Nicolae Ceausescu
Nach dem Fall der Berliner Mauer, der friedlichen Revolution in der DDR und dem Sturz der alten Regime in Polen, der CSSR und Ungarn beginnt auch in Rumänien eine Kette von Demonstrationen, Unruhen und blutigen Kämpfen, die letztlich mit dem Sturz von Nicolae Ceausescu enden. Seit seinem Machtantritt 1965 entwickelt sich Rumänien immer mehr zu einer stalinistischen Diktatur. Nicolae Ceausescu und seine Frau Elena regieren das Land allmächtig. Mit Hilfe der Geheimpolizei Securitate kontrollieren sie alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens. 1974 lässt er sich zum Staatspräsidenten ernennen, dessen Dekrete Gesetzeskraft haben – einmalig in sozialistischen Ländern. In den 1970er und 1980er Jahren verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung rapide. Um den Diktator und seine Familie entsteht ein Personenkult, der an Stalin erinnert.
Nach blutigen Unruhen in Timisoara(Temeswar), Bukarest und anderen Städten wird Ceausescu, mit Hilfe des Militärs und der Geheimpolizei am 22.12.1989 gestürzt. Auf der Flucht werden er und seine Frau Elena verhaftet und in einem Schauprozess zum Tode verurteilt. Kurz darauf werden beide hingerichtet. Die Rolle des Militärs und der Geheimpolizei beim Sturz der Ceausescus ist bis heute umstritten.
Die Revolution in Rumänien gilt, mit über 1.000 Toten, als blutigste in Osteuropa, die denoch nicht zu einem gänzlichen Regimewechsel führte. In den folgenden zehn Jahren bleiben ehemalige Parteigenossen Ceausescus, Teile des Militärs und der Securitate an den Schalthebeln der Macht.