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Th. Th. Heine, Foto 1947
Heine, Thomas Theodor satir. Zeichner Leipzig 28.2.1867 – Stockholm 26.1.1948.
Porträtaufnahme, 1947.
Dies ist das Hundevieh, welches so unsägliches Elend über unser Vaterland gebracht hat und von allen anständigen deutschen Wappentieren verabscheut wird.
Dies ist das Hundevieh
Grubenbesitzer. / Ich kann euer Elend nicht länger mitansehen, ich kündige euch
Im Jahre der Fleischnot / Kinder, freut euch, da kommt Vadder mit’n Weihnachtsbraten!
Zu den Wahlrechtskrawallen
"Die Politik der Insektenstiche. Wenn es einen da unten am Balkan juckt, kratzt sich ganz Europa."
Vaterlandsliebe (Wandgemälde im Speisezimmer des Herrn Geheimen Kommerzienrates Krupp) / (….)
Der Reichskanzler. / Bleiben Sie ruhig sitzen, Frau Germania, ich übernehme jede Verantwortung!
Endlich allein. / Das erste Weihnachten ohne die Liebe meines Volkes
Zur Bekämpfung des Anarchismus. / Wenn bissige Köter toll geworden sind, werden die kleinen, harmlosen Hunde an die Kette gelegt.
Europa und der Kronprinz von Serbien / Im Regieren fehlt mir das Talent, und als Stierkämpfer habe ich kein Glück
Ein Wiedersehen / Oh Puzzi, muß ich so dich wiederfinden!
Ofenschirm Bülow. / Auch ein eiserner Kanzler
Propaganda-Zirkus. Herr Goebbels hatte mit seiner neuen Sensationsnummer – Die dressierten Höllenhunde – beim deutschen Publikum großen Erfolg.
Stresemanns Silberstreifen am Horizont. / Ich warte auf das erste Veilchen
Die 11 Scharfrichter / Münchener Künstler
Quittung / Völker Europas, da habt ihr eure heiligsten Güter wieder
Weihnachten 1922 / Bitte liebes Christkind, gib mir einen guten Börsentip!
Heilkunst. / Das ist der ganze Unterschied: bei der Homöopathie stirbt man an der Krankheit, bei der Allopathie an der Kur.
Frauenstudium. / Kandidatin, sagen Sie mir, was fällt Ihnen an der Patientin auf? – Daß das Mensch einen seidenen Unterrock an hat.
Poincaré als Sonnenkönig / Jeder Zoll ein Kuli der französischen Schwerindustrie
Die kleine Optimistin: Nicht wahr, Mama, so wie Ihr, das nennt man eine wilde Ehe?
Leopolds Töchter / Bitte, bitte, Papa, gib uns wenigstens die abgelegten Kleider von deiner Cleo
Der Tod König Leopolds / Wollen Sire Ihre Töchter nicht noch einmal sehen? – Nein, aber meinen Geldschrank
Naturgeschichte für Kinder. / Mama, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Stier und einem Ochsen? / Der Stier ist dem kleinen Kälbchen sein Papa, und der Ochse ist der Onkel
Fridas schönstes Weihnachtsgeschenk. / Als Weihnachtsüberraschung haben die guten Eltern Fridas Herzenswunsch erfüllt und ihre Einwilligung zur Verlobung mit dem Herrn Lieutenant gegeben
Der Herr Predigtamtskandidat ist seiner süßen kleinen Braut so von Herzen zugethan, daß ihm der Morgenkaffee nicht mundet, bevor sie ihn mit ihrem lieben runden Fingerchen umgerührt hat
Ein Wiedersehen. / Oh Puzzi, muß ich so dich wiederfinden!
Sozial-Ökonomie. / Dieses Jahr darf der Storch nicht zu uns kommen, der Papa braucht einen neuen Anzug
Ein Besuch beim Hausbesitzer. / Ihre Gattin scheint eine gute Hausfrau zu sein, Herr Bierdimpfl? / War net übel, mei Frau hat eine Bildung. Klavier spielt’s und die ausländischen Sprachen lernt’s a.
Auf frischer Tat. / Johann, trag’ dem Herrn Lieutenant seinen Säbel nach!
Moderne Prinzessinnen. / Ihr Antrag ehrt mich, Hoheit, aber ich habe mich soeben schon mit Ihrem Kutscher verlobt
Der Rentier. / Papa, was willst Du eigentlich ‘mal werden?
Ein Mustergatte. / Diesmal hat euch der Storch drei Brüderchen auf einmal gebracht! / Papa, du hast gewiß aus Liebe geheiratet!
Der erste Kummer. / Männchen, du liebst mich nicht mehr; du hast mich heute noch gar nicht dein süßes, kleines Zuckermöpschen genannt
Des Erbprinzen erster Gemsbock
Die neue Magd. / Sie können bei uns als Stubenmädchen eintreten; aber unterstehen Sie sich nicht, zu verraten, daß sie unsere Kusine sind!
Aschermittwoch. / Papa, ich will auch recht schön beten, daß der liebe Gott dich bald wieder gesund macht
Mutterglück. / Jetzt fehlt mir blos noch ein Mann, und dann bin ich eine Familie
Nach 25 Jahren. / Es gab eine Zeit, wo du mich ebenso lieb hattest
Der Familienvater in der Hölle / Keine Kinder hier! Und keine Musik! Ich bin im Himmel!!
Eine unverschämte Person: Bitt’ schön – wenn der Herr Hund vielleicht nicht alles aufessen kann…
Herzensbildung. / Pfui, Cäsar, schämst du dich nicht, so eine schmutzige Hose in den Mund zu nehmen!
Der Besuch der Neuvermählten
Der Brand am Balkan. / Der vereinigten europäischen Feuerwehr gelang es leider nicht, den Brand zu löschen
Höllen-Revision
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Thomas Theodor Heine (1867 - 1948)
Der Maler, Karikaturist, Gebrauchsgrafiker und Schriftsteller Thomas Theodor Heine wurde 1867 in Leipzig geboren.
Erste Veröffentlichungen seiner Karikaturen in den "Leipziger Pikanten Blättern" führten zum Schulverweis kurz vor Ablegen des Abiturs.
Seine künstlerische Ausbildung erhielt er dann an der Kunstakademie in Düsseldorf.
Ab 1887 lebte er in München, wo er als Landschaftsmaler aber auch als Zeichner und Karikaturist für die "Fliegenden Blätter" arbeitete.

Nach der Bekanntschaft mit dem Verleger Albert Langen war er ab 1896 an der Konzeption und Gestaltung der neuen politisch-satirischen Wochenzeitung "Simplicissimus" beteiligt, die er mit seinem markanten Zeichenstil bis 1933 prägte. Die rote Bulldogge - das Logo der Zeitschrift - stammt von Heine.

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten zwang ihn ins Exil. Er floh über Prag und Brünn nach Oslo und schließlich, nach der Okkupation Norwegens, 1942 nach Stockholm, wo er bis zu seinem Tode am 26. Januar 1948 lebte und arbeitete.