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Indianer bei rituellem Tanz / Foto 1914
Völkerkunde:
Amerika.

“Dancing to restore an eclipsed moon” (Indianer bei einem rituellen Tanz um ein Feuer, der das Ende einer Mondfinsternis herbeiführen soll).

Photographie...
K’nisteneux Indians Attacking Two Grizzly Bears
Ein Indianerdorf
MATO-TOPE / Geschmückt mit den Zeichen seiner Kriegsthaten
INDIANISCHE BISONJAGD
PTIHN TAK OCHATA – Tanz der Mandan– Frauen
Blackfoot-Indianer
Die verlorene Spur
Bildnis des Indianerhäuptlings Black Hawk
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Native Americans
Für die seit Jahrtausenden den amerikanischen Kontinent bewohnenden Völker, die sich im Gegensatz zur allgemeinen Bezeichnung „Indianer“ sprachlich, kulturell und gesellschaftlich stark voneinander unterscheiden, war die Ankunft der europäischen Pioniere und Siedler ein entscheidender Wendepunkt ihrer Geschichte. Die Europäer brachten nicht nur tödliche Krankheiten, gegen die die Ureinwohner nicht immun waren, sondern auch Gewalt und Unterwerfung.
Nach der Unabhängigkeit der USA von der britischen Krone, stieg die Zahl der neu ankommenden Siedler unaufhaltsam und das stetige Wachstum der jungen Nation verursachte eine immer größere Nachfrage nach Land.

Die Indianer rebellierten zunehmend gegen den Landraub, konnten sich aber nur selten gegen die militärische und zahlenmäßige Übermacht der Amerikaner durchsetzen. In sogenannten Friedensverträgen verloren die Ureinwohner ihre angestammten Territorien und wurden immer weiter westwärts gedrängt, wobei es sich hierbei meist um die staatlich organisierte Zwangsumsiedlung in Reservate handelte. Spätestens ab 1869, nach der Fertigstellung der transkontinentale Eisenbahn, kam es zu einer erneuten Zunahme der Siedlerströme. So wurden nun auch die Landstriche im Westen immer interessanter. Innerhalb weniger Jahre verloren die Prärie-Indianern, neben ihren Jagdgründen auch die zweite Lebensgrundlage, da Millionen Büffel abgeschlachtet wurden.

Die Interessenskonflikte zwischen Weißen und Indianern sollten beendet werden, indem die US-Regierung versuchte ab 1880 die traditionelle Lebensweise der Indianer noch stärker zu durchbrechen. Sie löste den gemeinschaftlichen Landbesitz der Stämme auf und verteilte das Land an einzelne indianische Familien, generell wurde das Verbot der indianischen Sprachen und Gebräuche verschärft, den Männern wurde das Tragen langer Haare verboten. Die Ureinwohner standen unter strenger Kontrolle und konnten ihre kulturelle Identität nicht mehr ausleben.

Edward S. Curtis (1868 – 1952) war ein US-amerikanischer Fotograf, der ab 1895 versuchte, die untergehende Lebensweise und Traditionen der Native Americans fotografisch festzuhalten. Er verbrachte 30 Jahre seines Lebens damit ca. 80 Stämme zu porträtieren – so entstanden rund 40.000 Fotografien und 10.000 Sprach- und Musikaufnahmen. Daraus hervorgegangen ist das umfangreiche, von J.P. Morgan in Auftrag gegebene Werk „The North American Indian“ dessen letzter Band 1930 erschien.