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Politische Morde
in der
WEIMARER REPUBLIK

Bis 1922 verübten rechtsradikale Extremisten 354 Morde und erschütterten so die Weimarer Republik.

Die Justiz, Teil der alten Eliten - mehrheitlich nationalistische Staatsanwälte & Richter aus der Kaiserzeit -, war mehr als Nachsichtig mit den Tätern, die in zahlreichen Fällen der 'Organisation Consul' angehörten. So blieben die Morde, die einen antidemokratischen und oft auch einen antisemitischen Hintergrund hatten, meistens ungesühnt.

Die Opfer der Attentate, die nur wenige überlebten, waren linke Politiker und Intellektuelle, aber auch führende Politiker der Weimarer Republik, wie:

1919 Karl Liebknecht - KPD

1919 Rosa Luxemburg - KPD

1919 Kurt Eisner
erster bayerischer Ministerpräsident

1919 Leo Jogiches - KPD

1919 Gustav Landauer
Pazifist u. Volksbeauftragter für Kultur

1921 Matthias Erzberger
Zentrums-Partei, Finanzminister

1922 Philipp Scheidemann
SPD Politiker

1922 Walther Rathenau
DDP, Außenminister

1922 Maximilian Harden - Journalist
...

"Der Feind steht rechts"
mahnte Reichskanzler Joseph Wirth 1922 in seiner Trauerrede nach dem Attentat auf den deutschen Außenminister Walther Rathenau im Reichstag.