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Port Arthur Restaurant in Chinatown, New York / Photo
New York, USA.
Chinatown.

Exterior view of the Port Arthur Restaurant in Chinatown.

Photo.
DER FERNE OSTEN IM HERZEN VON NEW YORK
inspector testing a small scale on a vegetable cart
von 2
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New York - Schmelztiegel der Kulturen
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind seit jeher ein Einwanderungsland und die Bevölkerungsmischung der Stadt New York spiegelt die Immigrationswellen besonders eindrucksvoll wider.
Schon zu Zeiten der Niederländer war New Amsterdam eine polyglotte Hafenstadt. Als aber ab ca. 1820 der Strom der Einwanderer immer weiter anschwillt, explodieren in New York die Einwohnerzahlen, da sich viele Immigranten nach ihrer Ankunft auch hier niederlassen. Zur Jahrhundertwende lebten ca. 3,4 Millionen Menschen in New York.
Die Einwanderer brachten neben ihren Hoffnungen auf ein besseres Leben auch ihre Traditionen und Lebensgewohnheiten mit in die Neue Welt. Und sie siedelten sich am liebsten in Vierteln an, die ein Gefühl von Heimat versprachen - Chinesen zogen nach Chinatown, Italiener nach Little Italy, Juden an die Lower East Side, Iren nach Hell's Kitchen, Afroamerikaner nach Harlem, Deutsche ins heutige East Village, Hispanics in die Bronx und russischstämmige Einwanderer bevorzugten Little Odessa auf Coney Island.

Bei dieser enormen Vielfalt an Sprachen und Kulturen waren Reibereien zwangsläufig und nicht alle Neuankömmlinge konnten ihren American Dream leben. Mehrere Fotografen begannen sich generell mit der Lebenssituation gesellschaftlich benachteiligter Bevölkerungsgruppen und auch speziell mit dem Schicksal der Einwanderer zu beschäftigen. Zum Teil gefördert und im Auftrag staatliche Stellen dokumentierten herausragende Fotografen wie Jacob August Riis, Lewis Hine, Walker Evans und Dorothea Lange Armut und unwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen und begründeten so die Tradition der Sozialdokumentarischen Fotografie.