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The Polish 1968 political crisis
Warsaw, March 1968.
The Polish 1968 political crisis describes the major student and intellectual protests against the communist government of the People's Republic...
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März-Unruhen 1968 in Polen
„März 1968“ in Polen symbolisiert den Zusammenbruch der Hoffnungen nach einer Liberalisierung des kommunistischen Systems, die von Parteichef Wladyslaw Gomulka bereits 1956 in Aussicht gestellt wurde. Letztendlich rückte Gomulka immer mehr von seiner Vision eines demokratischen polnischen Sozialismus ab und erwies sich als reformunwillig.
Politische und wirtschaftliche Fehlentscheidungen trugen zur Verschärfung der politischen Krise im Lande bei.

Als im Januar das Stück „Totenfeier“ des Dichters Adam Mickiewicz vom Spielplan des Nationaltheaters gestrichen wird, kam es zu Demonstrationen der Studenten für Freiheit und Demokratie. Die Unruhen wurden durch Einheiten der Miliz und der ORMO (Arbeiter-Aktivisten) niedergeschlagen.

Mit einer „antizionistischen“ Säuberungskampagne, die die Entfernung aller „zionistischen Elemente“ aus Staat, Partei, Bildung und Gesellschaft zum Ziel hatte, sollte die Krise überwunden bzw. der Bevölkerung ein Sündenbock präsentiert werden.
Zehntausende Polen verloren ihre Stellung, einige begingen Selbstmord und viele verließen das Land und verloren so die polnische Staatsbürgerschaft.